WM 2026 Ergebnisse 7. Juli — Argentinien 3:2 Ägypten & Schweiz 4:3 Kolumbien n.E.
Ladevorgang...
Sieben Tore in zwei Spielen, zwei Geschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten — und beide erzählen vom Wesen dieser K.-o.-Phase. In Atlanta schrieb Argentinien das nächste Kapitel seiner Titelverteidigung: 0:2-Rückstand, scheinbar aus, dann drei Tore in elf Minuten. In Vancouver lieferte die Schweiz über 120 Minuten eine taktische Meisterleistung ab und entschied das Elfmeterschießen mit dem Schuss von Rubén Vargas für sich. Das Viertelfinale ist komplett.

Argentinien — Ägypten 3:2 (0:2)
Es lief die 67. Minute, als „Zico" — Mostafa Mohamed mit seinem WM-Spitznamen — das 2:0 für Ägypten erzielte und das Estadio Mercedes-Benz in Atlanta kurz verstummen ließ. Schon in der 15. Minute hatte Yasser Ibrahim die Führung besorgt. Der Titelverteidiger stand mit dem Rücken zur Wand.
Dann kam die Wende. In der 79. Minute köpfte Cristian Romero nach einer Ecke den Anschlusstreffer. Messi glich in der 83. Minute aus, sein achter Turniertreffer und sein 21. WM-Karriere-Tor insgesamt — eine historische Marke. In der zweiten Minute der Nachspielzeit stocherte Enzo Fernández den Ball über die Linie. Argentinien stand im Viertelfinale, und Messi weinte nach dem Schlusspfiff.
Lionel Messi sagte nach dem Spiel: „It isn’t easy to come back from 2-0 down, but as I always say, this team never gives up." („Es ist nicht einfach, einen 0:2-Rückstand aufzuholen, aber wie ich immer sage, dieses Team gibt nie auf.") Und weiter: „I’m happy we made it through and with the way we did it. We knew it was going to be tough." („Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, und zwar auf diese Weise. Wir wussten, dass es schwierig werden würde.")
Schweiz — Kolumbien 0:0 n.V., 4:3 i.E.
Wenige Stunden später in Vancouver — das Spiel war das genaue Gegenteil. Kein Tor in 120 Minuten, dafür eine taktische Disziplin, die ihrem Ruf alle Ehre machte. Die Schweiz verteidigte leidenschaftlich, Kolumbien drückte, aber kein Ball wollte über die Linie. Im Elfmeterschießen entschied Rubén Vargas mit seinem Schritt den Weg der Eidgenossen ins Viertelfinale — es ist das erste Schweizer WM-Viertelfinale seit 1954, also seit über 70 Jahren.
Die Details der einzelnen Schützen blieben am Tag nach dem Spiel unbestätigt; das Ergebnis (Schweiz 4:3 nach Elfmeterschießen) und Vargas als entscheidender Schütze hingegen sind belegt.
Viertelfinale — komplett
| Spiel | Datum (MESZ) | Stadion | Anstoß |
|---|---|---|---|
| Frankreich — Marokko | Do, 9. Juli | Gillette Stadium, Foxborough | 22:00 Uhr (live ORF) |
| Spanien — Belgien | Fr, 10. Juli | SoFi Stadium, Los Angeles | 21:00 Uhr (live ORF) |
| Norwegen — England | Sa, 11. Juli | Hard Rock Stadium, Miami | 23:00 Uhr (live ServusTV) |
| Argentinien — Schweiz | Sa, 11. Juli | Arrowhead Stadium, Kansas City | 02:00 Uhr (So, 12. Juli) |
Damit stehen die letzten acht fest: Frankreich, Marokko, Spanien, Belgien, Norwegen, England, Argentinien, Schweiz. Drei Co-Gastgeber (Kanada, Mexiko, USA) und Rekord-Weltmeister Brasilien sind bereits ausgeschieden. Das Halbfinale rückt näher — und mit ihm das Ende des Traums für sechs dieser acht Teams.
Was das für die Quoten bedeutet
Argentiniens Titelquote brach nach dem 0:2-Rückstand in einer verrückten Bewegung ein: In-Play notierte das Blatt bei etwa 46,0, nach dem Schlusspfiff lag Argentinien bei 4,90 — eine der steilsten Quotenbewegungen des gesamten Turniers. Die Schweiz steht nach dem Elfmeterdrama bei 34,0 und bleibt damit klarer Außenseiter. Norwegen hat sich nach dem 2:1 gegen Brasilien von 17,0 auf 15,0 leicht verkürzt. Wer in der Viertelfinal-Woche auf einen Ausreißer setzt, sollte die Augen offen halten — die Auswahl ist kleiner geworden, aber die Geschichten werden größer.
