WM-Ergebnisse 1. Juli: Belgien und das späteste Tor der WM-Geschichte

Updated Juli 2026
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Es gibt Turniertage, die mit einem Ergebnis in Erinnerung bleiben – und dann gibt es den 1. Juli. Drei Sechzehntelfinale, drei Sieger, aber vor allem eine Szene, über die man in zehn Jahren noch reden wird: Youri Tielemans verwandelt in der 124. Minute einen Foulelfmeter und schießt Belgien nach einem 0:2-Rückstand ins Achtelfinale. Es ist, wie die Statistiker noch in der Nacht bestätigten, das späteste Tor, das je bei einer Männer-WM gefallen ist. Ich verfolge die Wettszene seit neun Jahren – ein derart später Genickbruch ist mir noch nicht untergekommen. Der Reihe nach.

Nächtliches WM-Stadion, ein Spieler verwandelt in der Verlängerung einen Elfmeter, Anzeigetafel im Hintergrund
124:44 Minuten auf der Uhr: Belgien dreht ein K.-o.-Drama, das in die WM-Geschichte eingeht.

Die Ergebnisse vom 1. Juli im Überblick

Spiel Ergebnis Entscheidung
England – DR Kongo 2:1 reguläre Spielzeit
Belgien – Senegal 3:2 n.V. Verlängerung (Elfmeter 120.+5)
USA – Bosnien-Herzegowina 2:0 reguläre Spielzeit (USA zu zehnt)

Sechzehntelfinale der WM 2026, gespielt am 1. Juli. Stand 2. Juli 2026.

Belgien – Senegal: das Comeback für die Ewigkeit

Nach 85 Minuten führte Senegal mit 2:0 (Diarra 25., Sarr 51.) und stand mit einem Bein im Achtelfinale. Was dann folgte, war ein einziger Rausch: Romelu Lukaku verkürzte in der 86. Minute, Tielemans glich in der 89. aus – und schickte das Spiel in die Verlängerung. Dort fiel lange keine Entscheidung, ehe es nach der längsten Videobeweis-Prüfung des Turniers einen Elfmeter für Belgien gab. Tielemans blieb bei 124:44 eiskalt: 3:2.

Unstrittig war die Szene nicht. Die TV-Experten zerlegten die Entscheidung in der Pause:

„I genuinely don’t believe that’s a penalty." (Sinngemäß: „Ich glaube ernsthaft nicht, dass das ein Elfmeter ist.") — Gary Neville, Sky Sports

„It’s very, very harsh." (Sinngemäß: „Das ist sehr, sehr hart.") — Roy Keane, Sky Sports

Für Wettende ist die Lehre altbekannt und doch jedes Mal schmerzhaft: In der K.-o.-Phase ist eine Führung nichts wert, solange nicht abgepfiffen ist. Wer Senegal nach 85 Minuten als vermeintlich sicheren Sieger „gecasht" oder live nachgelegt hatte, erlebte das teuerste Lehrstück des Turniers.

England – DR Kongo: Kane zieht an Pelé vorbei

Deutlich geordneter verlief der englische Arbeitssieg. DR Kongo ging durch Cipenga (7.) überraschend in Führung, doch dann übernahm Harry Kane: Mit einem Doppelpack (75., 86.) drehte er die Partie zum 2:1. Der eigentliche Rekord steckt in der Statistik dahinter – Kane steht nun bei 13 WM-Toren und hat Pelé (12) auf der ewigen Torschützenliste überholt. England zieht ins Achtelfinale ein und trifft dort am 5. Juli auf Gastgeber Mexiko.

Harry Kane ist mit 13 Treffern die WM-Torfabrik der Gegenwart. Für den Torschützenkönig-Markt dieses Turniers zählt allerdings nur die aktuelle Turnierausbeute – und da liegt er mit fünf Toren hinter Mbappé und Messi (je sechs). Die Einordnung liefert unser Torschützenkönig-Rennen.

USA – Bosnien: Sieg zu zehnt, aber mit Nachspiel

Die Gastgeber-Nation USA gewann ihr Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:0 – und das die meiste Zeit in Unterzahl. Folarin Balogun brachte die USA noch vor der Pause in Führung (45.), sah dann aber in der 64. Minute nach Videobeweis Rot. Malik Tillman sorgte in der 81. Minute per Freistoß für die Entscheidung. Trainer Mauricio Pochettino tobte anschließend über den Platzverweis:

„For me, never is it a red card." (Sinngemäß: „Für mich ist das niemals eine Rote Karte.") — Mauricio Pochettino, USA-Teamchef

Die Rechnung folgt prompt: Balogun ist gesperrt und fehlt im Achtelfinale am 6. Juli ausgerechnet gegen Belgien. Für Wettende ein handfester Faktor – die US-Offensive verliert ihren Mittelstürmer im wichtigsten Spiel.

Was das für die K.-o.-Runde bedeutet

Mit England, Belgien und den USA stehen drei weitere Namen im Achtelfinale. Für das ÖFB-Team sind diese Duelle die andere Hälfte des Turnierbaums: Österreich würde bei einem Sieg über Spanien erst im weiteren Verlauf auf diese Seite treffen. Heute Abend zählt aber ohnehin nur ein Spiel – das eigene.

Achtelfinale Termin Herkunft
Mexiko – England 5. Juli Gruppensieger-Seite
USA – Belgien 6. Juli ohne den gesperrten Balogun

Fixe Achtelfinal-Paarungen nach dem 1. Juli. Stand 2. Juli 2026.

  • Belgien dreht gegen Senegal einen 0:2-Rückstand; Tielemans trifft in der 124. Minute – das späteste Tor der WM-Geschichte.
  • Harry Kane überholt mit seinem 13. WM-Tor Pelé auf der ewigen Torschützenliste.
  • Die USA gewinnen zu zehnt 2:0 gegen Bosnien; Balogun ist nach Rot fürs Achtelfinale gegen Belgien gesperrt.
  • Neue Achtelfinale: Mexiko – England (5. Juli) und USA – Belgien (6. Juli).

Wie es heute weitergeht

Der 2. Juli bringt die nächsten drei Sechzehntelfinale – und mittendrin das große ÖFB-Spiel. Um 21:00 Uhr MESZ trifft Österreich auf Spanien; ob eine Überraschung realistisch ist, klären wir in unserer Matchday-Analyse zum Spiel gegen Spanien. Für die beiden anderen Partien des Tages – Portugal gegen Kroatien und Schweiz gegen Algerien – liefern wir die Einschätzungen in den WM-Tipps zum 2. Juli. Mehr Kontext zu den Turnierteams gibt es in den Profilen zu England und den USA.

Was war das Besondere am Spiel Belgien – Senegal?
Belgien drehte einen 0:2-Rückstand und gewann 3:2 nach Verlängerung. Youri Tielemans verwandelte in der 124. Minute (124:44) einen Elfmeter – das späteste Tor, das je bei einer Männer-WM erzielt wurde.
Welche Teams sind am 1. Juli ins Achtelfinale eingezogen?
England (2:1 gegen DR Kongo), Belgien (3:2 n.V. gegen Senegal) und die USA (2:0 gegen Bosnien-Herzegowina).
Warum fehlt Balogun im Achtelfinale?
Folarin Balogun sah gegen Bosnien in der 64. Minute die Rote Karte. Die automatische Sperre bedeutet, dass er im Achtelfinale am 6. Juli gegen Belgien nicht spielen darf.

Alle Angaben zu Ergebnissen und Terminen: Stand 2. Juli 2026, Anstoßzeiten in MESZ. 18+ | Glücksspiel kann süchtig machen – spiel verantwortungsbewusst.